Opel-Persönlichkeiten: Max Lochner

Manche Menschen werden schon als Kind oder Jugendliche mit einer bestimmten Automarke sozialisiert und kommen dann ihr Leben lang nicht mehr davon weg. Völlig anders war es offenbar bei Max Lochner. Der 1868 in Aachen geborene Fabrikantensohn lernte erst Violine und dann im väterlichen Tuchbetrieb, worauf eine Dienstzeit in der Artillerie folgte.

1905 zog er nach Mainz, um sich dort dem Pferdesport sowie dem Reiten ganz allgemein zu widmen. Eine Verbindung zu Automobil und Luftfahrt kam vermutlich durch seinen Bruder Erich zustande, welcher in beiden Bereichen aktiv war; Erich war durch seine Fliegerei übrigens auch mit August Euler bekannt (siehe entsprechenden Artikel).

Flugzeugkonstruktionen und Rennsportaktivitäten des Bruders könnten Max Lochner irgendwie dazu inspiriert haben, ein möglichst stromlinienförmiges Automobil zu entwerfen – denn dies tat er. Das Ergebnis erblickte 1912 das Licht der Welt und war im Auftrag Lochners von Opel hergestellt worden: das sogenannte „Opel-Ei“ (siehe entsprechenden Artikel). Auf Grundlage eines „13/30 PS“ war dieses Einzelstück eines der ersten stromlinienförmigen Automobile überhaupt, leider ist es seit dem Ersten Weltkrieg verschollen. Die Fahrzeugkosten von 120.000 Reichsmark wurden übrigens von Lochner selbst getragen – offenbar litt er nicht gerade an Geldmangel.

In den Folgejahrzehnten erfand Max Lochner noch allerlei, er starb 1949 in Mainz.

~ von opabo - 4. Juni 2022.

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