Opel-Veredler: Schumann (Werdau)

•12. September 2020 • Kommentar verfassen

Eine der traditionsreichsten deutschen Regionen im Bereich des Fahrzeugbaus ist die Gegend um Zwickau. Horch – eh klar. Es gab aber noch andere namhafte Hersteller, einer davon war die Firma Schumann in Werdau.

Mitte des 19. Jahrhunderts gründete Hermann Schumann ebendort seinen Schmiede- und Wagenbaubetrieb, welcher 1897 zur „Sächsischen Waggonfabrik GmbH“ führte und auch in den Folgejahren mehrfach umfirmierte. Spezialisiert war die Firma auf Waggon- und Fahrzeugaufbauten, beschäftigt waren mehrere hundert Mitarbeiter.

1932 wiederum entstand die „Fahrzeugbau Schumann GmbH“ , welche sich auf Omnibusse spezialisierte. Und hier kommt Opel ins Spiel, denn 1938 fertigte Schumann für die Dresdener Verkehrsbetriebe einen Sattelzug-Doppeldecker als Aufleger für eine (leicht veränderte) „Blitz“-Zugmaschine.

Deren Motor stammte dabei nicht von Opel, sondern von Junkers und leistete ordentliche 90 PS. Angeblich war zunächst ein „Admiral“ -Aggregat vorgesehen, welches für das 17-Tonnen-Trumm aber zu schwach gewesen sein soll.

Der Schumann-Doppelstöcker hatte jeweils fünfzig Sitz- bzw. Stehplätze und dürfte aufgrund seiner Höhe nicht unter jede Unterführung durchgepasst haben. Das ungewöhnliche Fahrzeug blieb aufgrund des Kriegsausbruchs ein Unikat und wurde leider im Bombenhagel zerstört, genauso wie vier weitere Schumann-Eindeck-Sattelaufleger auf „Blitz“ -Basis (hier wurden deren Lkw-Motoren beibehalten), welche Anfang der Vierziger Jahre produziert worden waren.

Während des Krieges musste die Produktion auf Torpedo-Baugruppen umgestellt werden. In der DDR ging Schumann nach einigem Hin und Her schließlich im großen IFA-Kombinat auf. Die stattliche Fahrzeugbautradition des Standortes wird aktuell von der Firma Saxas weitergeführt, welche sich auf LKW-Aufbauten und Anhänger spezialisiert hat.

Sonstiges: Die „Opel Classic Tour“

•5. September 2020 • Kommentar verfassen

In den letzten Jahren sind die Preise für sogenannte „Youngtimer“ bei vielen Modellen ziemlich gestiegen, über die Ursachen kann man nur spekulieren. Steuerfreie Geldanlagen, erfüllte Jugendträume der nun zahlungskräftigen „Babyboomer“-Generation oder einfach nur ein Hype? Wie auch immer, die Preisanstiege sind erst mal Fakt.

Fakt ist auch, dass Youngtimer nicht unbedingt für alle erschwinglich sind, Oldtimer sowieso nicht. Für Opels Designklassiker „GT“ etwa muss man inzwischen schon bei ’nur‘ gutem Zustand mit über zwanzigtausend Euro Ankaufspreis rechnen. Ziemlich viel Geld, zumal entsprechende Fahrzeuge meistens doch eher selten bewegt werden.

Opel offeriert hier für ein paar hundert Euro eine schöne Alternative. Auf ihrer Dudenhofener Teststrecke bieten die Rüsselsheimer schon länger Fahrtrainings für Alltag und/oder Sport an, inzwischen gibt es aber auch die sogenannte „Classic Tour“ . Selbige führt laut Homepage „auf landschaftlich reizvollen Straßen“ durch die Rhein-Main-Region und besteht ansonsten in dem Erlebnis, ausgewählte Opel-Klassiker mehrere Stunden selbst chauffieren zu dürfen.

Die derzeit zur Verfügung stehenden Fahrzeuge sind alle erfolgreiche Modelle der Sechziger bzw. Siebziger Jahre und ja, der „GT“ ist auch dabei. Im Programm inkludiert sind Mittagessen sowie eine kleinere Führung durch die werkseigene Fahrzeugsammlung.

P.S. So eine Tour auf einer „Motoclub“ mitzumachen – da wäre selbst Fliegen kaum noch schöner…

Vauxhall VXR – OPC auf Englisch

•29. August 2020 • Kommentar verfassen

Bekanntlich gründete Opel Ende der Neunziger Jahre sein „Opel Performance Center“ (OPC), womit vor allem die Motorsportaktivitäten der Marke gebündelt werden sollten. Das OPC-Kürzel ließ sich aber auch hervorragend dazu nutzen, um besonders sportliche Modellversionen entsprechend hervorzuheben.

Da Opel im Vereinigten Königreich seit den Siebziger Jahren als „Vauxhall“ auftritt und diese Marke ebenfalls eine lange Motorsport-Historie hat, lag es nahe, auch hier ein entsprechendes Kürzel für entsprechende Modelle einzuführen.

Gesagt, getan: 2004 erschien mit dem Vauxhall „VXR 220“ gleich ein kleiner Kracher. Dabei handelte es sich um eine auf 65 Einheiten limitierte und etwas leistungsgesteigerte Version des „VX 220 Turbo“ (= Opel „Speedster“). Weitere VXR folgten asap, nämlich „Corsa“, „Vectra“, „Astra“, „Meriva“, „Zafira“ sowie „Insignia“. Abgesehen vom Erstling „VXR 220“, welcher wie der „Speedster“ bei Lotus gebaut wurde, wurden alle wie die OPC in Rüsselsheim produziert.

Analog zur unlängst erfolgten Einstellung der „OPC“ gibt es aktuell auch keine „VXR“-Modelle mehr. R.I.P.

Opel-Derivate: Buick Opel

•22. August 2020 • Kommentar verfassen

Bekanntlich gelangten mehrere Opel-Nachkriegsmodelle als Exportfahrzeuge auch in die USA, allen voran Opels Designklassiker „GT“. Indirekt gelangte noch ein weiterer Opel-Klassiker gen Nordamerika, nämlich der „Kadett“ (C).

Jener teilte nämlich mit mehreren anderen GM-Modellen dieselbe Automobilplattform („T-Body“), welche für sogenannte „Subcompact Cars“ vorgesehen war. Das neben dem „Kadett“ bekannteste auf Grundlage dieser Plattform gebaute Modell war sicher der „Gemini“ des japanischen Herstellers Isuzu, bei welchem Opels damaliger Mutterkonzern General Motors Anteilseigner war.

In den drei Jahren seines Auftretens wurden immerhin zirka sechzigtausend „Buick Opel“ abgesetzt, das ist gar nicht mal so schlecht. Ab den Achtziger Jahren verkaufte Isuzu den „Gemini“ in Nordamerika nicht mehr als „Buick Opel“, sondern – mit deutlich kantigerem Design und nun auch mit optionalem Dieselmotor– als Isuzu „I-Mark“.

Der „Gemini“ wiederum wurde ab Mitte der Siebziger Jahre als „Buick Opel“ nach Nordamerika exportiert, wobei dessen Karosserie der des „Kadett“ sehr stark ähnelte und in den Abmessungen fast identisch war. Kühlergrill und Heckpartie wichen leicht ab und trugen ami-typisch fette Stoßstangen, zudem gestaltete Isuzu den Innenraum anders. Wichtigster Unterschied zum „Kadett“ war der Isuzu-eigene 1.8-Liter-Motor als 81 PS-Standardaggregat (zum Vergleich: „Kadett“-Motoren begannen schon bei 40!).

Link: Bilder eines Buick Opel auf Flickr

Opel-Zukunft: Verstärkt sinkende Marktanteile?

•15. August 2020 • Kommentar verfassen

Zum letzten Jahreswechsel sah es doch eigentlich noch halbwegs gut aus für Opel. Vom Abgasskandal (bislang) kaum betroffen, operative Gewinne sowie ein schicker neuer „Corsa“ als kleiner Design-Vorreiter.
Doch rasch folgte Ernüchterung: laut Carsalesbase sackten die Opel/Vauxhall-Verkaufszahlen in Europa (hier: EU & EFTA & UK) in den ersten beiden Monaten 2020 von knapp 128.000 auf zirka 100.000 Einheiten ab.
Und dann kam COVID-19. Natürlich waren und sind alle Autohersteller von den harten Umsatzeinbrüchen im Gefolge der „Lockdown“-Maßnahmen betroffen – aber bei Opel scheinen die Auswirkungen gravierender zu sein.
Laut Statista ist der Marktanteil bei den Neuzulassungen von Opel/Vauxhall im ersten Halbjahr EU&UK-weit von sowieso schon schlechten 4,3 auf 3,4% abgestürzt. Vor allem das just geliftete Spitzenmodell „Insignia“ scheint besonders einzubrechen, im Juni 2020 etwa fiel dessen Europa-Absatz um fast zwei Drittel im Vergleich zum Vorjahresmonat (Quelle: Carsalesbase). Und dies, obwohl es sich hier um quasi noch einen ‚echten‘ Opel ohne PSA-Aggregate handelt.
Man muss schon sagen: erschreckend. Die nähere Zukunft bietet nur wenig Hoffnung: Opels schnittiger neuer „Mokka“ kommt erst 2021 auf den Markt, zum Jahresende wird vermutlich der Austritt des Vereinigten Königreiches aus dem gemeinsamen EU-Binnenmarkt Realität und nicht zuletzt hängt die geplante Megafusion von Opels Mutterkonzern PSA mit der FCA-Gruppe wie ein Damoklesschwert über dem Rüsselsheimer Traditionsunternehmen.
Es mögen hierdurch konzernweite Kosteneinsparungen in Milliardenhöhe erzielbar sein, aber Opels eigene, mühsam bewahrte Markenidentität dürfte hier potenziell erheblich bedroht sein. Viele Gleichteile mit Peugeot UND Fiat? Auwei.

Sonstiges: Hyundai/Kia-Entwicklungszentrum in Rüsselsheim

•8. August 2020 • Kommentar verfassen

Ach ja, die Neunziger Jahre. Turbulent waren sie, auch für Opel. Zunächst ein Wiedervereinigungsboom – die Marke war in den ’neuen‘ Bundesländern offenbar sehr beliebt. Recht so. Ein weiteres Werk in Eisenach kam hinzu. Zudem tolle neue Modelle wie etwa der spätere Opel-Klassiker „Calibra“. Ok, es gab auch den „Agila“ – na ja.
Leider setzten sich aber auch die im Vorjahrzehnt begonnenen Qualitätsprobleme fort, Opels Zuverlässigkeits-Image begann zu bröckeln. Und es kamen weitere Wettbewerber hinzu: erste koreanische Modelle erschienen auf den europäischen Märkten, anfangs noch belächelt.
Doch zumindest einige Koreaner erwiesen sich als lernfähig. Anstatt eines einheitlichen Designs für alle Märkte passten sie ihre Modelle bald dem jeweiligen Regionalmarkt an – also vor allem Nordamerika, Asien und eben Europa.
Die Ende der Neunziger Jahre fusionierten Marken Kia und Hyundai zogen noch eine weitere Konsequenz. Denn im Jahre 2003 eröffneten sie das neue „Hyundai Motor Europe Technical Center“ / Hmetc (= Europäisches technisches Entwicklungszentrum) – und zwar in Rüsselsheim.
Gründe für die Standortwahl in der Nachbarschaft zum immerhin zweitältesten deutschen Automobilhersteller waren vielleicht auch die Nähe zu den Europazentralen der Marken in Frankfurt bzw. Offenbach sowie zum Rhein-Main-Flughafen. Aber sich derart in Stammsitznähe einer zunehmend kriselnden Traditionsmarke zu platzieren hatte möglicherweise auch noch andere Gründe – deren vorhandenes Know-How zum Beispiel. Lästig für Opel, aber legitim. Und – das muss man auch zugestehen – gut für den Automotive-Standort Rüsselsheim.
Tatsächlich arbeiten im Hmetc inzwischen einige früher bei anderen deutschen und europäischen Automotiveherstellern beschäftigte Fachleute, sicher auch nicht wenige ehemalige Opelaner. Die aktuell gut dreihundert Hmetc-Mitarbeiter sind für die technische Entwicklung europäischer Modelle zuständig und im Falle Hyundai auch für deren entsprechendes Design verantwortlich (die europäische Kia-Designzentrale sitzt in Frankfurt).
Seit einigen Jahren verfügen die beiden Hersteller auch über jeweils eigene europäische Produktionswerke (in der Slowakei bzw. in Tschechien).

Opel-Klassiker: Manta (A) Black Magic

•1. August 2020 • Kommentar verfassen

Anfang der Siebziger Jahre war eigentlich alles gut bei Opel. Es gab eine ansehnliche Produktpalette, in (West-)Deutschland war man zeitweise sogar Marktführer. Und mit dem seit 1970 angebotenen „Manta“ hatte man dem nervigen Ford „Capri“ ein eigenes, deutlich eleganteres Sportcoupé entgegengesetzt.
Jedoch: dessen Motorisierung war vergleichsweise schwach und hielt mit dem durchaus sportlichen Äußeren nicht ganz Schritt. Erst 1974 – das Produktionsende des „A“-Manta lag nur ein gutes Jahr voraus – bequemten sich die Rüsselsheimer, mit dem „GT/E“ eine Variante anzubieten, welche dank Benzineinspritzung, 1.9 Litern Hubraum und 105 PS so annähernd mit den schnellsten „Capri“ mithalten konnte – vom Topmodell „RS 2600“ mal abgesehen.
„GT/E“ erkannte mal äußerlich sofort dank Frontspoiler, breiten Seitenstreifen und natürlich auch den entsprechenden, unübersehbaren Schriftzügen an Front, Seite und Heck. Zugegeben: das Ganze sah ziemlich stimmig aus.
Das Beste (?) zum Schluss: kurz vor dem „A“-Produktionsende legte Opel eine „Black Magic“ -Edition des „GT/E“ auf, welche mit gut vierzehntausend DM schon ganz ordentlich bepreist war. Deren brilliantschwarze Außenlackierung zierten nun orangerote Seitenstreifen, im Inneren befanden sich als Sonderausstattung Recaro-Schalensitze, an der Motorisierung änderte sich nichts. Ob das jetzt optisch besser rüberkam als normale „GT/E“ sei dahingestellt, manche mögen’s halt lieber schwarz.
Nur gut achthundertmal verließ Opels Schwarze Magie die Bänder, entsprechend selten ist sie heutzutage anzutreffen: nämlich eigentlich gar nicht mehr. Gebrauchtpreise für gut erhaltene „GT/E“ liegen derzeit schon bei ungefähr zwanzigtausend Euro, für einen „Black Magic“ in ähnlichem Zustand wären dann sicher 10-15% Aufpreis aufzuschlagen oder auch mehr – sollte denn mal einer angeboten werden.

Opel-Historie: Trikotsponsor für Feyenoord

•25. Juli 2020 • Kommentar verfassen

Die Jüngeren werden es sich vielleicht gar nicht vorstellen können: ‚früher‘ waren Trikots von Fußballmannschaften werbefrei! Im damaligen Westdeutschland etwa musste das Thema erst juristisch geklärt werden, bevor Mitte der Siebziger Jahre die ersten Bundesligamannschaften entsprechend beflocken durften.
Ob das nun eine Verbesserung darstellte oder nicht sei mal dahingestellt, für die entsprechenden Sponsoren sicher Ersteres. Denn dynamische Sportarten wie Fußball können erwiesenermaßen für eine deutliche Verbesserung von Bekanntheit und Image einer Marke sorgen, erst recht wenn eine beworbene Mannschaft international spielt und damit eine entsprechende mediale Verbreitung findet.
Welcher deutsche Autohersteller könnte diesbezüglich die Zeichen an der Wand wohl als Erster erkannt haben? Klar: es war Opel. Bevor die Rüsselsheimer im Sport allerdings werbemäßig so richtig einstiegen, erfolgte erstmal eine mittlere Generalprobe in der niederländischen Eredivisie, wo Opel zur Saison 1984/5 zum Trikotsponsor von Feyenoord Rotterdam avancierte.
Feyenoord wurde 1908 gegründet und spielt seit Gründung der Eredivisie 1956 bis heute ununterbrochen mit (genau wie Ajax Amsterdam und PSV Eindhoven) – dafür schon mal Respekt. Die ganz große Zeit des Klubs war beim Opel-Einstieg allerdings vorüber, Titel errang der Verein in den fünf Jahren als Opel-Werbeträger nicht – konnte mit Ruud Gullit aber immerhin einen international bekannten Spieler aufbieten.
Zwischen 2013-17 wagte sich Opel noch einmal ans Feyenoord-Sponsoring – was sich diesmal besser auszahlte. Denn die Rotterdamer holten in dieser Zeit je einmal den niederländischen Pokal (2016) sowie – mit einem Punkt Vorsprung vor Ajax – die Meisterschaft (2017). Bedankt!

Opel-Konzeptfahrzeuge: GTC Genève Concept (2003)

•18. Juli 2020 • Kommentar verfassen

Es geschah mal wieder auf einer Genfer Motor Show, in diesem Falle war es die 73ste anno 2003. Opel präsentierte mit seinem „GTC Genève Concept“ einen kräftig wirkenden Dreitürer für die Kompaktklasse.
In diesem Fall handelte es sich allerdings eher um eine seriennahe Studie, denn die im Folgejahr eingeführte neue „H“-Baureihe des (hoffentlich) ewigen Opel-Klassikers „Astra“ wurde ein weiteres Jahr darauf durch eine dreitürige Schrägheckvariante namens „GTC“ erweitert, welche dem Genfer Konzeptfahrzeug verdammt ähnlich sah.
Die zum Heck stark hochgezogene Seitenlinie verlief nun zwar etwas flacher und die beiden separaten runden, irgendwie an italienische Sportwagen erinnernden dritten Bremslichter wichen (zum Glück) einer mittigen Leiste. Auch die direkten Rückleuchten wurden weniger markant ausgearbeitet – sicher Geschmackssache, aber insgesamt doch stimmiger. Der Innenraum blieb jeweils eher konventionell gestaltet.
Tja, und das war’s auch schon zum „GTC Genève Concept“. Die „Astra GTC“ wurden bis zur Dreitürer-Einstellung 2018 als mehr oder weniger eigenständiges Modell angeboten. Deren optisch recht gefällige bullige Form wurde dabei bis zum Schluss beibehalten. R.I.P.
Link: Bilder des GTC Geneve auf allcarindex.com

Opel: Namensbedeutung und -verteilung

•11. Juli 2020 • Kommentar verfassen

Woher stammt der Name Opel eigentlich? Etwa aus dem Hunsrück, aus der Gegend des gleichnamigen Berges? Oder aus dem nordöstlichen Franken, wo laut entsprechender Genealogie-Webseiten der Familienname besonders häufig auftritt?

Schwer zu sagen. Knapp tausend Namensvorkommen hierzulande sind etwa hier angegeben, wobei die Daten hauptsächlich auf nicht ganz aktuellen Telefonbucheinträgen basieren dürften. Ein paar mehr werden es schon sein.

Weltweit gibt es laut dieser Webseite ungefähr viereinhalbtausend bekannte Träger des Namens Opel, womit er den 106.008en Rang einnähme. Mal so ganz grob jedenfalls. Das ist sicher nicht schlecht, aber natürlich keineswegs die Namens-Hausnummer von etwa „Yilmaz“, „Garcia“ oder gar „Lee“.

Die Namensbedeutung soll angeblich eine Abwandlung von „Adelbert“ sein – vermuteter Abwandlungsverlauf „Albert“ – „Abel“ – „Ap(p)el“ – „Opel“. Oder so.

Fazit: Da hatte unser geliebtes Rüsselsheimer Traditionsunternehmen ja eher noch Glück. Denn mal ganz ehrlich: einen „Albert Blitz“ oder „Albert Manta“ mag man sich als Verkaufsschlager irgendwie so gar nicht vorstellen…