Opel-Historie: Hinterrad-Einzelaufhängung & Miniblock-Federn (1978)

Als Opel 1978 mit dem „Senator“ sowie dessen Coupé-Schwestermodell „Monza“ ein letztes Mal die Oberklasse halbwegs erfolgreich angriff, war das schon eine Überraschung. Denn die nahe Verwandschaft zum biederen Mitteklasse-„Rekord“ war optisch zumindest beim „Senator“ unverkennbar.

Jedoch boten die beiden gut ausgestatteten neuen Opel ein viel besseres Preis-Leistungsverhältnis als ihre süddeutsche Konkurrenz. Hinzu kamen sehr laufruhige Sechszylinder-Motoren, welche allerdings ordentlich schluckten – so war damals kurz vor der zweiten Ölkrise nun mal.

Neben der Motordynamik wurde bei „Senator“ und „Monza“ häufig die Fahrwerksqualität gelobt. Hierzu trugen zwei technische Neuerungen an den Hinterrädern maßgeblich bei: bei Opel-Modellen dort erstmals verbaute einzelne Radaufhängungen in Kombination mit neu entwickelten, „Miniblock“ genannten Federn. Letztere waren in der Mitte bauchiger als an den Enden (also im Prinzip tonnenförmig), was eine Berührung der einzelnen Windungen unter Belastung verhinderte. Durch die zusätzliche Verjüngung der Federdicke jeweils zu den Enden hin entstand zudem eine progressive Federrate – je mehr Belastung, desto härtere Federung. Hut ab – einfach aber genial.

~ von opabo - 21. Mai 2022.

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