Opel-Historie: „C@rWeb“ (2002)

Die Innovationszyklen der ITK sind schon ziemlich heftig. Steigende Speicherkapazitäten, schnellere Prozessoren, immer raffiniertere Smartphones mit immer besseren Kameras. Ungefähr zwanzig Jahre ist es her, als man von derartiger mobiler Konnektivität nur träumen konnte. Damals, als die Qualität heutiger Mobilfunksysteme noch ferne Zukunftsmusik war, startete Opel immerhin schon mal einen kleinen, praktischen Telematikdienst: „C@rWeb“ .

Dabei handelte es sich um einen Internetzugang im Auto, welchen Opel für die meisten Modelle optional anbot. Das Ganze bestand aus einem Mobiltelefon sowie einem „Personal Digital Assistant“ (PDA), welche jeweils in einer eigenen fest verbauten Halterung steckten. PDA? Das waren kleine tragbare Computer, welche hauptsächlich als Terminplaner, Notiz- oder Adressbuch genutzt wurden – aber auch als GPS-Navis.

Letztere Funktion war wahrscheinlich auch die attraktivste im „C@rWeb“-Kontext. Im Prinzip konnten Nutzer über einen Opel-Online-Service zwar auch E-Mails versenden oder im Netz surfen, das dürfte angesichts des sehr kleinen PDA-Bildschirms aber vermutlich eher nervig gewesen sein.

Kosten, Verkaufszahlen, Stabilität & Qualität der Datenübertragung? Unbekannt. „C@rWeb“ wurde irgendwann wieder eingestellt. Vielleicht war das Systen zu starr auf bestimmte Endgeräte fixiert, vielleicht zu teuer – oder „TomTom“ war einfach praktischer. Fazit: netter Versuch.

~ von opabo - 8. Januar 2022.

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