Opel-Veredler: Voll (Würzburg)

Mitte der Zwanziger Jahre gründete Josef Voll in Würzburg eine Reparaturwerkstatt für Automobile. Bald begann das Unternehmen mit der Fertigung von Sonderaufbauten, sowohl in Kleinserien als auch in Einzelanfertigungen. Das Kundenspektrum war recht breit, Voll fertigte etwa Polizei- und Feuerwehrfahrzeuge oder auch Wohnmobile.

Basis der Umbauten war meistens der Opel-Klassiker „Blitz“, bisweilen auch der „L 4500“ von Mercedes-Benz. Notiz am Rande: wie der „Blitz“ war auch der Mercedes eines der verwendeten Basisfahrzeuge für das Wehrmacht-Halbkettenfahrzeug „Maultier“ .

Die starke Fokussierung auf den „Blitz“ als Ausgangsbasis könnte ab den Sechziger Jahren dazu geführt haben, dass Voll allmählich wirtschaftliche Probleme bekam. Denn Opels Lkw-Klassiker verkaufte sich in diesen Jahren nicht mehr so gut wie ehedem, zudem stellte Opel die Produktion von Nutzfahrzeugen Mitte der Siebziger Jahre für einige Zeit komplett ein.

Voll hielt sich zwar noch etwas, wurde aber 1984 von der im englischen Dover ansässigen Firma Hammond übernommen. Fortan baute das Unternehmen einige Jahre Opel „Ascona“ (C) zum Cabrio um (siehe entsprechenden Artikel). Spätestens ab der Ablösung des „Ascona“ durch den „Vectra“ 1988 lief es nicht mehr gut für Voll, nach einem weiteren Verkauf musste das Unternehmen 1992 schließen.

~ von opabo - 1. Januar 2022.

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