2021 – wie war das Jahr für Opel?

Es hätte so schön sein können. Das Jahr nach den Lockdown-bedingten Einbrüchen schien zunächst gut zu starten, Opels Verkaufszahlen im ersten Halbjahr sahen ganz ordentlich aus. Doch dann kam – natürlich auch für die Wettbewerber – die Chipkrise, das Werk Eisenach musste im Herbst aufgrund der Lieferengpässe erst mal schließen und seine Beschäftigten in Kurzarbeit schicken. Und da vorerst weder Coronavirus noch Chipmangel zu verschwinden scheinen, könnte auch das kommende Jahr umsatzmäßig entsprechend durchwachsen ausfallen.

Was tat sich sonst noch bei Opel? Mit Uwe Hochgeschurtz ist seit September ein neuer CEO, vulgo: Chef, am Start. Außerdem sorgte ein neues Konzeptfahrzeug in altem Gewand für etwas Aufregung, der „Manta GSe Elektromod“ nämlich. Das rein elektrisch angetriebene Teil soll angeblich zur Mitte des Jahrzehnts tatsächlich gebaut werden, dürfte dann aber äußerlich noch etwas Veränderung erfahren. Und vielleicht heißt es dann „Monza GSe“ oder „Calibra GSe“, wer weiß. Wie auch immer, Hauptsache mal wieder eine eigenständige Coupé-Baureihe.

Stichwort „e“: demnächst erhältlich ist der Kleinstwagen „Rocks-e“ , de facto ein Klon des Citroën „Ami“. Prognose: mit den avisierten maximalen 45 Kilometern Spitze wird dieses Fahrzeug ganz sicher keine Wunderwaffe, sondern eher ein Ärgernis mehr im Stadtverkehr (siehe auch: E-Scooter).

Und noch ein Neuer: Gut Ding will Weile haben, aber nun bringt Opel tatsächlich ein erstes Serienfahrzeug mit Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technik auf den Markt, den „Vivaro-e Hydrogen“ nämlich. Er soll an die 400 Kilometer Reichweite haben und innerhalb weniger Minuten vollgetankt sein – klarer Vorteil gegenüber dem reinen Stromer. Jetzt braucht es nur noch ein paar mehr Wasserstofftankstellen… Aber trotzdem: Daumen hoch.

Wenn wir schon am Loben sind, dann darf der neue „Astra“ nicht fehlen. Markant gezeichnet, sieht die „L“-Ausgabe des ewigen Opel-Klassikers zumindest als Limousine sehr einprägsam aus und könnte ähnlich gut oder noch besser einschlagen wie der neue „Mokka“, zumal die Motorenauswahl umfangreicher sein dürfte.

Fazit: es bleibt also schon wieder weiterhin spannend bei Opel!

[Update April 2022]

Wie Opels Mutterkonzern hier vermeldete, stiegen 2021 die Marktanteile hierzulande auf 6,2%. Auffallend im Text ist die Nichterwähnung des (vermeintlichen) Topmodells „Insignia“ , dessen Verkaufszahlen dürften also erneut enttäuscht haben. Es ist übrigens Opels letztes noch auf GM-Plattform konzipiertes Modell. Der Nachfolger kommt voraussichtlich erst in zwei Jahren auf den Markt, das könnte noch bitter werden mit den entsprechenden Verkaufszahlen.

~ von opabo - 25. Dezember 2021.

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