Opel auf den Philippinen

Nach der Übernahme durch PSA dauerte es nicht lange, bis Opel den neuen Zukunftsplan „PACE“ präsentierte. Darin wurde unter anderem ein verstärkter Fokus auf außereuropäische Märkte angekündigt – das war ja unter GM-Ägide bekanntlich ‚ein Problem‘. Konkret wollten sich die Rüsselsheimer mit ungefähr zwanzig neuen potenziellen Exportmärkten beschäftigen. Aber welchen?

Am logischsten wären natürlich die zwanzig einkommensstärksten bislang nicht von Opel bedienten Länder. Oder die mit dem größten Wachstumspotenzial. Aber so einfach ist das nicht, schließlich gibt es auch noch hausinterne Wettbewerber oder andere Gründe, etwa politische.

Selbige spielten wohl auch eine Rolle, als sich Opel in den Siebziger Jahren aus den Philippinen verabschiedete – der damalige Präsident Ferdinand Marcos hatte das Kriegsrecht verhängt. „GT“ & Co machten fortan einen Bogen um den Inselstaat.

In den Neunziger Jahren kehrte Opel wieder zurück, aber das wärte nicht sonderlich lange. Opels damaliger Mutterkonzern General Motors wollte offenbar keinen Konflikt mit anderen Konzernmarken verursachen. Der halbwegs populäre „Zafira“ etwa wurde dann auch als Chevrolet angeboten.

Mit einer Bevölkerung von ungefähr 110 Millionen, welche in den nächsten Jahrzehnten vermutlich stark wachsen wird, stellt das Land zweifellos einen interessanten Markt dar. Das Bruttoinlandsprodukt der Philippinen hat seit Anfang der 200er Jahre ebenfalls ordentlich zugenommen. Opel ist auf dem prinzipiell stark von japanischen Herstellern dominierten philippinischen Markt als Marke bekannt, die Stellantis-internen potenziellen Konkurrenten Citroën und Peugeot vermutlich kaum, Fiat und Alfa Romeo vielleicht etwas.

Also alles gut für einen Opel-Relaunch 3.0? Wenn da nicht diese schwierigen politischen Verhältnisse wären! Korruption, Menschenrechtsverletzungen, ein autoritärer Präsident, Separatistenbewegungen inklusive Rebellenkämpfen auf Mindanao

~ von opabo - 31. Juli 2021.

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