Opel-Persönlichkeiten: Norbert Blüm

Betrachtet man die Berufsgruppen im Deutschen Bundestag, so wird schnell eines klar: eine Ausbildung in einem klassischen Handwerker- oder Arbeiterberuf haben die wenigsten. Die sogenannten Volksvertreter haben statt dessen sehr häufig einen juristischen, wirtschafts- oder sozialwissenschaftlichen Hintergrund. Sollte es da etwa an Bodenständigkeit fehlen?

Eine rühmliche Ausnahme machte hier ehedem ein ehemaliger Opelaner: Norbert Blüm. Denn der gebürtige Rüsselsheimer absolvierte im Opel-Stammwerk eine dreijährige Ausbildung zum Werkzeugmacher und war danach noch einige Jahre in diesem Beruf tätig. Ab 1957 machte Blüm dann über den zweiten Bildungsweg das Abitur, studierte und promovierte in Bonn.

Blüm war zudem seit 1950 sowohl Gewerkschafts- als auch CDU-Mitglied. Von 1972 war er mit einer kurzen Unterbrechung bis 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages, ab 1982 Minister für Arbeit und Sozialordnung im ersten Kabinett Kohl. Blüm behielt diese Funktion bis zum Ende der Kohl-Kanzlerschaft 1998 bei.

Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Bundestag engagierte sich Blüm immer wieder authentisch für soziale Themen. Im Zusammenhang mit der Opel-Krise 2010 äußerte sich Opels angeblich ‚bekanntester Lehrling‘ wiederholt kritisch gegenüber dem damaligen Eigentümer General Motors.

Der Rüsselsheimer Ehrenbürger starb im April 2020. R.I.P.

~ von opabo - 5. Juni 2021.

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