Opel-Historie: Erste GM-Kontaktaufnahme (~1926)

Nachdem Opel zu Beginn der Zwanziger Jahre erhebliche Summen in einen neuen, für die moderne Fließbandfertigung geeigneten Maschinenpark investiert hatte, kam die Bewährungsprobe – und gelang. Der als erstes deutsche Auto entsprechend hergestellte „Laubfrosch“ wurde ein Erfolg. Und überhaupt schien die wirtschaftliche Lage Mitte der Zwanziger Jahre wieder glänzende Aussichten zu versprechen.

Doch Opels Gewinnmargen waren nicht üppig und vieles am wirtschaftlichen Aufschwung der „Goldenen Zwanziger“ war kreditfinanziert, stand also latent auf wackeligen Füßen. Wilhelm von Opel scheint eine Ahnung vom kommenden ökonomischen Ungemach gehabt zu haben, als er General Motors 1926 streng vertraulich kontaktierte.

Hintergrund war sicher der Wunsch nach verstärkter Zusammenarbeit, denn technisch bessere amerikanische Automodelle drangen massiv in den deutschen Markt ein. Allerdings fehlte den US-Autobauern die Erfahrung im Bereich der Kleinwagen. Interessantes Detail: erst im Vorjahr hatte GM den englischen Hersteller Vauxhall, die künftige Schwestermarke Opels, erworben. Inwieweit dies einen Ansporn für die Kontaktaufnahme Wilhelms darstellte bleibt aber spekulativ.

Wie auch immer, zunächst hatte er keinen Erfolg, blieb aber am Ball. Und nachdem sich nur wenige Jahre später die deutschen Zollbestimmungen drastisch zum Nachteil von Importfahrzeugen änderten, entschied sich GM dann doch zum Kauf eines kontinentalen Automobilherstellers – Opel. Wilhelms proaktive Kontaktaufnahme hatte sich ausgezahlt.

~ von opabo - 3. April 2021.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: