Opel-Historie: Gründung der werkseigenen Kranken-Zuschuss-Kasse (1932)

Deutschlands beste Arbeitgeber“ wurden zu Beginn der Dreißiger Jahre noch nicht gekürt. Fiktiver damaliger Titelfavorit hätte durchaus die Adam Opel AG sein können. Denn trotz der Turbulenzen und Umsatzeinbrüche im Gefolge der damaligen Weltwirtschaftskrise tat das Traditionsunternehmen einiges, um seine Mitarbeiter in Verbundenheit zu (be)halten.

So wurde etwa Ende 1930 für alle volljährigen Belegschaftsmitglieder eine Gruppen-Lebensversicherung gegründet, welcher die allermeisten Opelaner alsbald beitraten. Eine eigene „Werkshochschule“ zur geistigen Ertüchtigung folgte 1931 und im Jahr darauf gar die neue „Kranken-Zuschuss-Kasse“ für Betriebsangehörige.

Voraussetzung für den Beitritt war die Mitgliedschaft in der bereits seit 1872 (!) bestehenden Fabrik-Krankenkasse. Mit diesen Krankenkassen waren die Rüsselsheimer auch im sozialen Bereich mal wieder Vorreiter.

Im Prinzip existieren beide Organisationen sogar heute noch: die Fabrik-Krankenkasse wurde mehrfach umbenannt und ging letztlich in der „Viactiv BKK“ auf (Sitz in Bochum), die „Kranken-Zuschuss-Kasse“ nennt sich inzwischen „praenatura“ (Sitz in Rüsselsheim) und bietet ihren Versicherten Zusatzleistungen etwa im Bereich individueller Gesundheitsvorsorge.

Die Hälfte der (sehr niedrigen) Mitarbeiter-Monatsbeiträge wird nach vor von Opel übernommen.

~ von opabo - 28. November 2020.

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