Opel-Derivate: Subaru Traviq

Opel in Fernost – da ging immer mal so a bissl was, aber nie richtig. Im kommenden Jahr soll die Marke ja wieder offiziell nach Japan zurückkehren.

Beim letzten Versuch taten sich die Rüsselsheimer eher schwer, was dort allerdings den allermeisten ausländischen Autoherstellern so ergeht. Als zusätzliche Bürde erhielt Opel Japan ab 2001 Konkurrenz durch ein im Prinzip eigenes, mittels Badge Engineering aber klar billiger angebotenes Modell, was vermutlich für mittelschweren Ärger sorgte.

Die Rede ist vom Subaru „Traviq“ , welcher de facto ein nur sehr leicht modifizierter „Zafira“ (A) war. Assembliert wurde der „Traviq“ in Thailand, wobei sehr viele Komponenten aus Deutschland kamen. Zunächst einziges Antriebsaggregat blieb der (relativ starke) 2.2-Liter Ecotec-Benziner, ab 2003 kam ein 1.8-Liter-Benziner hinzu. Alle Versionen gab es ausschließlich mit Viergang-Automatikgetriebe.

Äußerlich war der Unterschied zum „Zafira“ nur an der Frontschürze und dem Kühlergrill erkennbar, später auch an den Heckleuchten. Der „Traviq“ kostete deutlich weniger, soll qualitativ aber auch merkbar schlechter gewesen sein. Ende 2004 lief die Produktion aus, Restbestände wurden noch bis ins Folgejahr verkauft. Insgesamt wurden wohl gut zehntausend „Traviq“ produziert.

Man beachte: Im Zeitraum der parallelen „Zafira“-/“Traviq“-Verkäufe in Japan hielt Opels damaliger Mutterkonzern General Motors zwanzig Prozent Anteile des Subaru-Mutterkonzerns Fuji Heavy Industries.

Ein Marketing-Geniestreich war das Ganze sicherlich nicht.

~ von opabo - 3. Oktober 2020.

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