Opel-Historie: Abkehr von Speichenrädern (1924)

Die ersten Jahrzehnte automobiler Fortbewegung boten Fahrern, Insassen sowie nicht zuletzt Zuschauern immer auch einen Hauch von (vermutlich unwillkommenem) Abenteuer. Damalige Autos waren laut, stanken, ruckelten über häufig arg holprige Pisten und landeten bisweilen im Straßengraben. Letzteres konnte besonders ärgerliche Folgen zeitigen, denn die allgemein üblichen Speichenräder brachen dann gerne mal – zeit- und schweißtreibende Reparaturarbeiten waren die Folge.

Mit Einführung der Fließbandproduktion 1924 wurde bei Opel die bis dato übliche Fahrzeugherstellung per Handarbeit weitgehend obsolet. Dies betraf dankenswerterweise auch die Räder, denn ab dem sehr erfolgreich verkauften Opel-Klassiker „4/12 PS“ (volkstümlich: „Laubfrosch“ ) bekamen bis weit nach dem Krieg fast alle Opel-Modelle serienmäßig Scheibenräder aus Pressstahl verpasst.

Was ästhetisch diskutablerweise einen Verlust darstellte, brachte jedenfalls erhebliche Kosteneinsparungen sowie eine deutliche Verringerung der Bruchgefahr. Lediglich Opels Luxus-Achtzylinder „Regent“ kam 1928 nochmal mit serienmäßigen Holz(!)speichenrädern daher, aber der war auch weniger für den Einsatz auf Landstraßen, sondern eher zum Repräsentieren auf Ku’damm & Co gedacht.

Zudem war der Anfang der Dreißiger Jahre produzierte „1.8 Liter“ optional mit Stahlspeichenrädern erhältlich.

~ von opabo - 26. September 2020.

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