Opel-Zukunft: Eigene Batteriezellenproduktion in Kaiserslautern

Seit der PSA-Übernahme hat sich bei Opel ja einiges im Hinblick auf Reduzierung der CO²-Emissionen getan. Leistungsstarke Benziner flogen aus dem Programm, was zumindest vorerst auch das Aus für die „OPC“-Modelle bedeutete – leider. Moderne, emissionsarme Dreizylinder überwiegen inzwischen in der Motorenpalette. Für die Zukunft streben die Rüsselsheimer danach, künftig jedes Modell auch als elektrifizierte Variante anbieten zu können – das ist ja auch ok so.
Nun haben Elektroautos sicher Vorteile, aber auch Nachteile. Sie sind vergleichsweise teuer in der Anschaffung und benötigen ein gutes öffentliches Netz von Ladestationen – hier ist wohl hauptsächlich der Staat in der Pflicht. Vor allem aber werden für E-Autos Batteriezellen benötigt, deren Produktion bis jetzt vorrangig in Asien erfolgt.
Anfang des Jahres kündigten Opel und PSA an, am Standort Kaiserslautern eine gemeinsame Batteriezellenfabrik aufzubauen, ein französischer Batteriehersteller ist als dritter Partner auch dabei. Die Produktion soll ab 2024 mit Zielvorgabe 500.000 Einheiten/Jahr anlaufen und wird sicher auch entsprechende PSA-Modelle beliefern. Natürlich immer eine entsprechende Nachfrage an E-Autos vorausgesetzt.
Fazit: Ein löblicher Plan. Siehe auch Tesla in Grünheide, Daimler in Kamenz, Volkswagen in Salzgitter etc.
Jetzt müssen ’nur noch‘ die E-Auto-Preise sinken, Ladestationen flächendeckend vorhanden und Kohlestrom baldigst abgeschafft sein, Umweltzerstörung / Arbeitsbedingungen beim Lithium- bzw. Kobaltabbau vermindert bzw. verbessert sowie ein nachhaltiges Recyclingkonzept für die ausgedienten Batterien erstellt und verwirklicht werden.
So ganz ’sauber‘ ist die schöne neue E-Mobilität nämlich doch nicht.

~ von opabo - 6. Juni 2020.

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