Opel-Familie: Heinrich von Opel

Vielleicht etwas im Schatten seiner beiden älteren Brüder stand Heinrich, der mittlere der fünf Opel-Söhne. Dabei hatte auch er einigen Anteil am Aufschwung des Unternehmens und war zudem familientypisch ein sportliches Multitalent.
Der 1873 in Rüsselsheim geborene Heinrich wurde nach Beendigung seiner Schulzeit direkt im Werk ausgebildet – vermutlich in unterschiedlichen Abteilungen. Es folgten Militärdienst sowie kurzzeitig die Wiener Generalvertretung des Hauses Opel für Österreich-Ungarn.
Parallel dazu war Heinrich ein eifriger Radsportler, welcher weit über hundert Preise gewann, darunter auch Langstreckenrennen. Er war zudem begeisterter Ruderer sowie – später – naturgemäß auch Auto-Rennfahrer.
Nach dem Tode des Firmengründers Adam kehrte er ins Werk zurück, zeitweise lebte er zusammen mit seiner Familie gar direkt auf dem Firmengelände in einem eigens erbauten Haus. Ein weiterer Wohnsitz wurde Westerhaus bei Ingelheim, wo Heinrich sich später auch mit der Pferdezucht beschäftigte. Am Ersten Weltkrieg nahm er als Führer einer Kraftfahrerkolonne teil. 1917 wurde er vom Großherzog Ernst Ludwig in den erblichen hessischen Adelsstand erhoben.
Zusammen mit seiner Frau Luise hatte Heinrich drei Kinder, von denen Tochter Irmgard sicher das bekannteste ist. Heinrich von Opel wirkte bis zu seinem frühen Tode 1928 erfolgreich im familieneigenen Unternehmen, zuletzt als Leiter der Verkaufsabteilung. Seine Beerdigung fand unter lebhafter Anteilnahme der Rüsselsheimer Bevölkerung statt.

~ von opabo - 9. November 2019.

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