Opel zu Kriegszeiten: Schwere Werksbombardierungen (1944)

Nachdem in Rüsselsheim ab Herbst 1940 die Automobilproduktion zwangsweise eingestellt wurde und die Fabrik hauptsächlich mit der Herstellung von Flugzeugteilen beschäftigt war, entwickelte sich das Werk zunehmend zu einem kriegswichtigen Betrieb. Denn hier wurden viele Teile für die vorwiegend als „Nachtjäger“ und Bomber eingesetzten Junkers „JU 88“ sowie für den legendären „Strahljäger“ ME 262 produziert, außerdem natürlich massenweise Motoren für die im Werk Brandenburg/Havel montierten und von der Wehrmacht sehr geschätzten „Blitz“ -Lkw.
Kein Wunder also, dass man früher oder später mit ernsthaften Bombenangriffen der Alliierten rechnen musste. Entsprechend gab es zumindest im Stammwerk auch schon relativ solide ausgeführte Bunkeranlagen.
Im Sommer 1944 war es dann soweit: sowohl das Brandenburger als auch das Rüsselsheimer Werk wurden von britischen Bombern angegriffen. Die Zerstörungsrate der Werksanlagen lag hernach bei mindestens 50%, manche Schätzungen gehen weit höher. Im Rüsselsheimer Stadgebiet gab es zudem weitgehende Zerstörungen inklusive mehreren hundert Toten, darunter auch viele Opel- Zwangsarbeiter.
Die Produktion litt in Folge naturgemäß erheblich, war aber aufgrund der immer schlechter werdenden Rohstoffversorgung sowieso schon im Niedergang begriffen.
Der „Blitz“ wurde im Übrigen fast zeitgleich ab Sommer 1944 von Mercedes-Benz als Lizenzbau-Version „L 701“ in Mannheim hergestellt.

~ von opabo - 29. Juni 2019.

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