Opel-Derivate: Combo Carissimo

Nachdem ab Anfang 1993 Opels neuer „Corsa“ (B) erhältlich war, folgte einige Monate darauf dessen Kastenwagen-Variante „Combo“ : ideal als Nutzfahrzeug etwa für kleine [sic!] Handwerkerbetriebe.
Tatsächlich hatte der inzwischen nicht mehr existente Schwabmünchener Reisemobil-Hersteller Bavaria-Camp die Idee, Opels Kleintransporter als umgebautes Mini-Wohnmobil anzubieten. Der sogenannte „Carissimo“ bekam in in Folge ein Hubdach verpasst, welches ausgefahren eher dämlich aussah und vermutlich auf etlichen Campingplätzen für Erheiterung sorgte – vielleicht auch für mitleidige Blicke. Angeblich sorgte es aber in diesem Bereich für eine maximale Stehhöhe von 185 Zentimetern.
Hinter den beiden Sitzen bot der „Carissimo“ rechtsseitig einen Küchenblock mit Spüle (Edelstahl), kleinem Wassertank sowie Gaskocher (zweiflammig); linksseitig eine Längssitzbank, welche als Bett in den Maßen 182x100cm ausklappbar war.
Wer genau als Zielgruppe des Mikro-Campers angepeilt war, ist schwer zu sagen. Studenten? Haben meist kein Geld. Obdachlose? Haben (vermutlich) erst recht kein Geld. Sogenannte Schlangenmenschen? Möglicherweise…
Besonders viele „Carissimo“ dürften sich aus offensichtlichen Gründen wohl nicht verkauft haben, zumal die Dinger inklusive „Campo“-Grundpreis ungefähr dreißigtausend Mark kosteten, mit allem Zubehör sogar noch einige tausend mehr. „Carissimo“ bedeutet im Italienischen unter anderem übrigens „sehr teuer“…
Ob noch irgendwo erhaltene Originalexemplare existieren ist unklar.

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~ von opabo - 22. Juni 2019.

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