Opel-Historie: Fünfhunderttausend Fahrzeuge/Jahr (1963)

In den letzten Jahren vor der zwangsweisen Einstellung zumindest der Pkw-Fertigung 1940 war Opels Fahrzeugproduktion über einhunderttausend Einheiten/Jahr geklettert. Das war allerdings auch der zunehmend starken Nachfrage von Nutzfahrzeugen (Nfz) geschuldet – den Hintergrund kann man sich denken. Bevor im Rüsselsheimer Werk ganz auf Rüstungsprodukte umgestellt werden musste, lief immerhin noch der einmillionste Opel vom Band. Dazu hatte es mehrere Jahrzehnte gebraucht.
Die Nachkriegs-Produktionsaufnahme Ende der Vierziger Jahre war zunächst auch von Nfz dominiert. Doch bald kippte das Verhältnis zugunsten von Pkw – ein „Wirtschaftswunder“ inkl. zunehmender Massenmotorisierung kündigte sich an. Gerade mal acht Jahre nach Kriegsende war Opel wieder bei über hunderttausend Einheiten/Jahr angekommen – wer hätte das mitten im Bombenhagel jemals geglaubt…
Doch ein richtiger Kapazitätsschub wurde erst 1962 mit der Eröffnung des neuen Opel-Werks in Bochum ermöglicht. Der dort hergestellte künftige Opel-Klassiker „Kadett“ brachte das Traditionsunternehmen schließlich im Folgejahr erstmals auf gut eine halbe Million Einheiten/Jahr. Nfz spielten dabei übrigens kaum noch eine Rolle, deren Anteil lag klar unter drei Prozent.
Opels Sechziger-Jahre-Boom hatte begonnen.

~ von opabo - 15. Juni 2019.

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