Opel 2018 – mal eine erste Bilanz

Nachdem das erste komplette Opel-Jahr unter PSA-Ägide so gut wie vorüber ist, soll hier mal ein erster Überblick gewagt werden. Alsdann!
Die vermutlich wichtigste Opel-Meldung des Jahres erfolgte im Sommer – und es war eine erfreuliche. Im ersten Halbjahr soll Opels Betriebsergebnis (ohne Einmalbelastungen) gut 500 Millionen im Plus gelegen haben. Chapeau! Hoffentlich hielt sich das auch für HJ zwo.
Und damit gleich zum Thema Verkaufszahlen – die lagen in Europa nämlich bislang klar unter denen des Vorjahres (Quelle: http://carsalesbase.com/european-car-sales-data/opel-vauxhall/ ). Das muss aber nicht unbedingt schlecht sein, sondern kann auch an einer reduzierten Zahl von Eigenzulassungen gelegen haben. Marge ist wichtig, nicht unbedingt Masse.
Richtig interessant wird zukünftig auf jeden Fall der Anteil von Opels europäischen Verkaufszahlen im Verhältnis zu den restlichen Märkten, da sollen ja einige Länder neu bzw. wieder bedient werden. Inwieweit der anstehende „Brexit“ Auswirkungen für Opels (Vauxhalls) Produktion bzw. Gewinne haben wird, ist auch noch unklar.
In Deutschland lag Opel zwischen Januar und November 2018 mit 6,6% Marktanteil leider nochmal unter dem eh bescheidenen 2017er Wert. Aufpassen müssen die Rüsselsheimer hier vor allem beim ewigen Opel-Klassiker „Astra“, welcher im Vergleich zu früheren Jahrzehnten gegenüber Volkswagens „Golf“ bzw. dessen artverwandten Konzernmodellen schon arg zurückgefallen ist. Entsprechend der wirklich gelungene „Insignia“ gegenüber „Passat“, Audi, Mercedes & Co. Man kann sich’s eigentlich kaum erklären.
Opels Negativnachricht des Jahres war sicher die vom Teilverkauf seines Entwicklungszentrums. Begründet wurde dies vor allem mit dem Wegfall von Aufträgen seitens des früheren Eigners GM.
Im Modellbereich gab es leider auch einige – mehr oder weniger heimliche – Kahlschläge zu vermelden. Der erst im Vorjahr als stärkstes „Insignia“-Aggregat eingeführte 260-PS-Turbo verschwand schon wieder aus dem Motorenangebot. Hintergrund waren sicherlich mal wieder die künftigen verschärften EU-Abgasnormen.
Der schnittige „Astra“-Zweitürer „GTC“ scheint nunmehr ebenso das Zeitliche gesegnet zu haben wie dessen noch schnittigere „OPC“-Version – wirklich sehr bedauerlich. Ersetzen „GSi“ künftig die „OPC“ ? Es scheint so.
Weitere Modellstreichungen dürften folgen: gerüchteweise werden „Cascada“, „Karl“ sowie der Imageträger „Adam“ im kommenden Jahr auslaufen. Zumindest in letzterem Fall ist das etwas verwunderlich, sollen doch die Entwicklungskosten des kommenden „Corsa“ dank PSA-Plattformverwendung um sensationelle 50% reduziert worden sein. Da hätte sich ein neuer „Adam“ ja vielleicht ähnlich günstig kreieren lassen…
Stichwort neue Modelle: 2018 erschien ein neuer „Combo“ und gewann zusammen mit seinen PSA-Schwestermodellen immerhin gleich den (2019er) „Van of the Year“-Preis. Nett.
Neu war auch die aufregende Opel-Studie „GT X Experimental“ , welche von manchen schon als optische Blaupause für etwa einen kommenden „Mokka X“ gesehen wird. Mal abwarten – an begeisternden Designstudien hat es bei den Rüsselsheimern in den letzten Jahrzehnten wohl kaum gemangelt.
Last but not least feierte das Team HP Racing International den Gesamtsieg der ADAC TCR Germany Serie – Siegerfahrzeug war ein „Astra TCR“ . Man wird sehen, inwieweit Opels (mittelbare) Rennsportaktivitäten künftig auch dem Konzernprofit untergeordnet werden.

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~ von opabo - 29. Dezember 2018.

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