Opel-Historie: Frühe Karosserieformen

Welch eine schnelllebige Zeit! Eine Neuerung jagt die nächste, es bleibt kaum Zeit zum Atemholen. Doch worum geht es eigentlich speziell? Internet, Genforschung, Automatisierung? Mitnichten, wir reden von den Anfängen des Automobilbaus inklusive rascher Abfolge verschiedener Karosserieformen – auch bei Opel. Erstes Jahrzehnt des Zwanzigsten Jahrhunderts…
Beim Ur-Opel, dem „System Lutzmann“ sah man die Kutschen-Verwandtschaft noch sehr deutlich. Motor versteckt unter der Sitzbank, vor dieser eine senkrechte Lenksäule sowie ein winziger Spritzschutz. Irgendwie fehlt nur noch eine Deichsel.
Doch mit den Lizenzmodellen von Darracq gelangte 1902 neuer Schwung (!) in die Rüsselsheimer Fahrzeuggestaltung. Opels Automobile kamen nun in „Tonneau“ -Form. Darunter kann man im Prinzip einzelne, schalenförmige Sitze verstehen, den Fond musste man teilweise durch eine Heckklappe betreten. Windschutzscheibe war weiterhin Fehlanzeige. Tonneau = französisch für Fass. Einige Darracq-Opel wurden auch als Luxus-Tonneau angeboten.
Die „Tonneau“-Ablösung erfolgte schnell. „Phaeton“ -Modelle in verschiedenen Ausführungen waren nun angesagt. Diese hatten schon teilweise Windschutz und/oder ein Dach, es gab breite hintereinander liegende Sitzbänke, der Einstieg erfolgte grundsätzlich von der Seite, welche immer noch relativ offen war. So ein Doppel- oder gar Dreifach-Phaeton machte definitiv Eindruck.
Welche Opel-Karosserieformen gab es noch vor 1910?
– „Torpedo“ . Kennzeichen: schlank, nach innen gewanderte Scheinwerfer, geschwungener Übergang von der Motorhaube zum Spritzschutz. Eher typisch für kleine schnelle Fahrzeuge.
– „Landaulet“ . Kennzeichen: teilweise geschlossen, der hintere Dachteil kann gegebenenfalls geöffnet werden. Fahrerteil ist getrennt und nicht immer überdacht. Man mag es kaum glauben, aber Mercedes-Maybach bietet seit letztem Jahr wieder ein Modell in Landauletform an.
– „Limousine“ . Kennzeichen: geschlossener Fahrzeugaufbau, der bis heute gängigste Fahrzeugtyp in vielen Varianten.
– „Coupé“ . In damaliger Bedeutung fast immer reine Zweisitzer und -türer, im Prinzip abgeschnittene Limousinen. Haben ebenfalls bis heute überlebt, sind inzwischen meist zweitürige Viersitzer.

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~ von opabo - 13. Oktober 2018.

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