Opel-Historie: Militärfahrräder

Während des Ersten Weltkrieges stieg Opel zu einem wichtigen Heereslieferanten auf, was hauptsächlich am „Regel-Lastwagen“ lag. Es gab aber noch ein Opel-Produkt, welches beim Heer recht beliebt war: das Fahrrad.
Denn im Ersten Weltkrieg waren Militärräder völlig üblich, im deutschen Heer gab es dutzende Radfahrerkompanien. Sie wurden hauptsächlich als Melder, bei Patrouillen oder zu Aufklärungszwecken eingesetzt. Beinahe geräuschloser Betrieb sowie (etwa im Vergleich zu Pferden) geringe Kosten waren die Hauptvorteile. Sogar die Marine(-Infantrie) hatte eine eigene Radfahrerkompanie.
Fahrräder waren im Ersten Weltkrieg für die Truppe derart wichtig, dass – ähnlich wie bei den privaten Pkw – zivile Räder requiriert wurden.
Dass Opel als größter Fahrradhersteller des Kontinents ebenfalls Militärfahrräder produzierte, darf deshalb kaum verwundern. Die Hauptspezifikation dürfte vor allem Robustheit gewesen sein. Leider sind keine genauen Produktionszahlen bekannt, es müssen aber mindestens mehrere zehntausend Exemplare gewesen sein (1917 wurden ungefähr tausend pro Monat hergestellt). Ähnlich wie bei Pkw, Lkw oder Flugmotoren waren auch hier Kriegsgefangene, Kriegsversehrte sowie Frauen stark in die Fertigung involviert.
Ob es überhaupt noch original erhaltene Exemplare gibt ist nicht bekannt. Selbst „Wanderer“ -Truppenfahrräder aus dem Zweiten Weltkrieg sind sehr selten.

~ von opabo - 3. März 2018.

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