Opel-Klassiker: Monza 3.0 GSE

Spätestens die zweite Ölkrise 1979/80 sorgte bei Autokäufern und -herstellern für ein ernsteres Umdenken in Richtung sparsamerer Motoren. Der Benzinpreis war ja auch erstmals auf (umgerechnet) über 70 cent/Liter gestiegen… Bei Opel hatte zuvor schon die erste Ölkrise für ein Aus der spritsaufenden „KAD“-Oberklassereihe gesorgt.
Die in den Achtziger Jahren aktuellen Spitzenmodelle „Senator“ und „Monza“ wurden ab 1983 folgerichtig auch mit verbrauchsärmeren Vierzylinderaggregaten angeboten – einerseits. Andererseits gab es den „Monza“ aber auch als neue Topversion „3.0 GSE“ . Dessen 180-PS-Sechszylinder war dabei zwar ein alter Bekannter, die „GSE“-Version war im Vergleich zum ’normalen‘ 3.0E aber tiefergelegt, breiter bereift und hatte einen unübersehbaren Heckspoiler. Die Ansage war klar: hier kommt ein schnelles Sportcoupé!
Hauptkonkurrent war der BMW 635 CSi, welcher etwas stärker motorisiert, allerdings auch ein knappes Drittel teurer war. Bei den Fahrleistungen waren die beiden Modelle auf hohem Niveau ebenbürtig.
Die „GSE“-Innenausstattung wirkte standesgemäß mit Recaro-Sportsitzen, Lederlenkrad, Bordcomputer sowie kantiger LCD-Anzeige. Letztere stellte damals eine Neuheit für ein deutsches Serienfahrzeug dar.
Mit dem Ende des „Monza“ 1986 war auch für den „GSE“ Schluss. Genaue Produktionszahlen sind nicht bekannt, da Opel diese Version nicht als eigene Baureihe wertete. Es dürften aber ein paar tausend gewesen sein.
Für Schnäppchenjäger ist aktuell die gesamte „Monza“-Modellpalette interessant, sofern es sich um rostfreie Exemplare handelt. Die Baureihe fristet nach wie vor ein Mauerblümchendasein auf dem „Youngtimer“-Markt und ist deshalb relativ günstig zu haben – noch.

~ von opabo - 17. Februar 2018.

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