Sonstiges: Schomburgk-Afrikaexpedition (1931-32)

Nachdem Opel Ende 1930 seinen neuen Lastwagen „Blitz“ präsentiert hatte, avancierte der zukünftige Opel-Klassiker sehr schnell zu einem sehr populären Nutzfahrzeug. Verschiedene Motor- und Aufbauvarianten boten variable Einsatzmöglichkeiten – zum Beispiel für eine Tropenexpedition.
Kein Witz: Im Mai 1931 startete der erfahrene Afrikakenner Hans Schomburgk mitsamt Gattin, einigen Wissenschaftlern sowie einem kleinen Filmteam eine Subsahara-Expedition, welche ein halbes Jahr dauern und weit über zehntausend Kilometer Strecke abdecken sollte. Dabei wurden nicht nur Flora und Fauna, sondern auch von der westlichen (Kolonial-)Zivilisation bedrohte Ethnien untersucht.
Die umfangreiche technische Ausstattung wurde dabei in zwei „Blitz“ mitgeführt, welche nach Vorgaben Schomburgks umgebaut worden waren. Die Teilnehmer selbst fuhren mit zwei offenen „1,8 Liter“ -Viersitzern einher. Vermutlich für Notfälle waren außerdem noch mehrere zerlegbare Fahrräder dabei – ebenfalls von Opel. Im Prinzip fehlte nur noch eine „Motoclub“ …
Dokumentiert wurde die Expedition später in den Filmen „Das letzte Paradies“ und „Die Wildnis stirbt“. Im Dritten Reich wurden die Filme propagandistisch umgeschnitten und Schomburgk selbst drangsaliert. Ein großer Teil der während seiner vielen Afrikaaufenthalte gesammelten Gegenstände fiel im Zweiten Weltkrieg Bombenangriffen zum Opfer.
Was aus den mitgeführten Opel-Fahrzeugen wurde, ist nicht bekannt. Hans Schomburgk starb 1967.

~ von opabo - 27. Januar 2018.

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