Opel-Historie: GM-Übernahme #3 – Erste Auswirkungen

Nur wenige Monate nach dem Einstieg von General Motors bei Opel kam es zum legendären New Yorker Börsenkrach und in dessen Gefolge zur jahrelangen Weltwirtschaftskrise. Die Industrieproduktion sank teilweise dramatisch; die Arbeitslosenquote in den Industrieländern stieg enorm. In Deutschland kam es zu mehreren Notverordnungen, welche aber beinahe wirkungslos verpufften.
Natürlich war auch Opel von der Krise betroffen. Die Nachfrage sank deutlich, Mitarbeiter mussten entlassen werden. Gerettet wurde das Traditionsunternehmen durch den Export – und durch seine neue Muttergesellschaft.
Denn die neue amerikanische Führung beschloss eine Straffung von Opels Modellpalette. Oberklassefahrzeuge flogen bis auf Weiteres aus dem Programm, der Fokus lag auf kleinen Fahrzeugen, es gab Preisnachlässe. Die neu gegründete Opel-Bank finanzierte Fahrzeuge auf Kredit, auch das beruhte auf US-Vorbild. Trotzdem machten die Rüsselsheimer 1930 knapp 14 Millionen RM Verlust.
In den beiden Folgejahren sank die Zahl der von Opel produzierten Fahrzeuge weiter. Trotzdem wurden 1931 die Grundlagen für den Aufschwung der Dreißiger Jahre gelegt. Denn der unter Leitung von GM komplett neu konstruierte und mit einem „Buick“ -Sechszylinder ausgestattete Opel-Klassiker „1,8 Liter“ wurde zum Volltreffer und zur Grundlage mehrerer erfolgreicher Nachfolgemodelle.
Technisch weitgehend identisch mit dem „1,8 Liter“ war der kleinere „1,2 Liter“ , letzterer hatte aber nur einen Vierzylindermotor. Auch dieses Modell wurde mittelfristig ein Verkaufsschlager. Zudem forcierte Opel nun endlich die Produktion von Nutzfahrzeugen, der Lkw-Klassiker „Blitz“ erblickte das Licht der Welt und hielt sich sehr lange auf dem Markt.
Die Jahre während der Weltwirtschaftskrise waren hart für alle Automobilhersteller, etliche überlebten sie nicht. Opel schaffte es hauptsächlich dank der kapitalstarken US-Mutter, die das Unternehmen inzwischen komplett übernommen hatte. Nicht zuletzt half deren internationales Vertriebsnetz, die auf dem Heimatmarkt stark zurückgegangenen Umsätze leidlich zu kompensieren.

~ von opabo - 16. September 2017.

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