Opel-Historie: Zugang zum weltweiten GM-Vertriebsnetz (1932)

Im Oktober 1931 wurden für Opel entscheidende Weichen gestellt. Zunächst machte der neue Mutterkonzern General Motors von seinem Optionsrecht für die restlichen zwanzig Prozent der Firmenaktien Gebrauch – Opel gehörte jetzt komplett den Amis. Alsbald folgte deren Entscheidung, der deutschen Tochter ab 1932 das eigene weltweite Vertriebsnetz zur Verfügung zu stellen.
Das war vielleicht die wichtigste Entscheidung, welche General Motors in der Zeit bis zum Zweiten Weltkrieg für die Rüsselsheimer traf. Denn aufgrund der Weltwirtschaftskrise war der Autoabsatz in Deutschland massiv abgesackt, das traf trotz führender Qualität auch Opel.
Durch die Möglichkeit, das bereits in über einhundert Ländern existierende GM-Vertriebsnetz zu nutzen, konnte Opel so das Schlimmste verhindern. Der Exportanteil des Unternehmens stieg von klar unter zehn Prozent im Jahre 1929 auf über dreißig Prozent drei Jahre später. Opel exportierte in Folge bis zu dreimal so viele Fahrzeuge wie alle anderen deutschen Hersteller zusammen.
In den Jahren danach sank Opels prozentualer Exportanteil aufgrund der verbesserten Binnennachfrage zwar zeitweise wieder ab, auf Stückzahlen bezogen stieg er bis zur erzwungenen Produktionseinstellung 1940 aber weiterhin konstant an.

~ von opabo - 26. August 2017.

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