Opel-Persönlichkeiten: Anatole Lapine

Er wirkte nur vergleichsweise kurze Zeit bei Opel, allerdings in einer für die Rüsselsheimer sehr entscheidenden Phase, nämlich den späten Sechziger Jahren: Anatole Lapine.
Der im lettischen Riga geborene Automobildesigner hatte zunächst in Hamburg eine Lehre als Autoschlosser absolviert und war dann für längere Zeit in die USA gegangen. Dort arbeitete er bei Opels Mutterkonzern General Motors in der Karosserievorentwicklung. 1965, also im Jahr nach Eröffnung von Opels Designstudio, wechselte er ebendahin.
Es war eine sehr fruchtbare Phase bei Opels Gestaltern, in welcher unter anderem Opels Designikone und Kult-Klassiker „GT“ entstand. Lapine machte sich aber vor allem einen Namen als derjenige, der gegen den Wunsch der Konzernleitung heimlich Opels erstes Nachkriegs-Rennsportauto entwickelte.
Denn aus dem an sich konventionell daherkommenden „Rekord C“ erschuf Lapine dank allerlei Umbauten ein voll konkurrenzfähiges 180-PS-Teil, das den Mitbewerbern Porsche und BMW zwischen 1967-69 gehörig Beine machte.
Da die Konzernleitung damals aber noch keinerlei Motorsportaktivitäten wünschte, musste das wegen seiner Lackierung „Schwarze Witwe“ genannte „Rekord“-Unikat wieder in die Garage zurück (und verschwand später spurlos).
Lapine wechselte 1969 auf die Position des Chefdesigners zu Porsche. Er scheute auch dort vor erfolgreichen Tabubrüchen nicht zurück und verantwortete weitere Designikonen wie den „968“.
Lapine starb 2012. Kurz zuvor hatte er beim Nachbau der „Schwarzen Witwe“ entscheidende Hilfestellung gegeben.

~ von opabo - 1. Juli 2017.

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