Opel-Historie: Abschied vom Werkstoff Holz (20er Jahre)

Als Opel 1924 als erster deutscher Automobilhersteller die Fließbandproduktion aufnahm, bedeutete das eine echte Zeitenwende. Produktionsabläufe mussten umgestellt werden, (teure) Spezialmaschinen ersetzten Handwerker, zeitaufwändige Manufakturprozesse wurden durch maschinelle Fertigung ersetzt.
Revolutionär war auch die Umstellung auf den Werkstoff Stahlblech. Denn bis dato wurden Fahrzeugaufbauten überwiegend aus Holz hergestellt.
Der neue Werkstoff brachte eine Vielzahl von Vorteilen. Die Verbindung von Karosserie und Chassis wurde nun besser – verschweißte Teile halten nun mal besser als geklebte oder verschraubte. Das Fahrzeuggewicht verringerte sich deutlich. Stahlblech konnte in Pressmaschinen nahezu beliebig umgeformt oder ausgestanzt werden.
Und nicht zuletzt bedeutete die enorme Zeitersparnis in der Produktion höhere Fertigungskapazitäten sowie niedrigere Kosten je Einheit (von der Anschaffung der ganzen Maschinen mal abgesehen).
In den Folgejahren verschwand der Werkstoff Holz nach und nach aus Opels Produktionsprozessen und Fahrzeugen. Mit der Einführung der ersten selbsttragenden Karosserie beim Opel-Klassiker „Olympia“ 1935 war wohl endgültig Schluss.
Eine kleine Ausnahme bildete die allgemeine Rohstoffverknappung während des Zweiten Weltkrieges, welche beim hochgeschätzten Lkw „Blitz“ zu teilweise aus Hartfaserplatten gefertigten Fahrerhäusern führte.

~ von opabo - 6. Mai 2017.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: