Opel-Klassiker: 110 PS Rennwagen (1913)

Nur wenige Jahre nach Beginn der Automobilproduktion nahmen Opel-Fahrzeuge auch an Rennen teil – mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Die Wettbewerbe wurden damals üblicherweise auf ansonsten öffentlichen Straßen ausgetragen.
Der erste speziell hierfür konstruierte Opel entstand 1913. Dieser sogenannte „110 PS Rennwagen“ war für den Großen Preis von Frankreich – dem ältesten Automobilrennen der Welt – aufgebaut worden und bestand aufgrund der geforderten Gewichtsbeschränkung von maximal tausend Kilogramm aus möglichst viel Leichtbau.
Innovativ war der Renner aber vor allem deshalb, weil dessen Vierlitermotor das erste Opel-Aggregat mit vier Ventilen war. Dessen 110 Pferde beschleunigten das kleine Rüsselsheimer „Muscle Car“ denn auch auf flotte 170 km/h.
Genützt hat es trotzdem nicht viel – Opels ansonsten erfolgsgewohnte Fahrerlegende Carl Jörns musste bereits nach einer Runde aufgeben, ein Peugeot gewann – Vive la France! Im Folgejahr schaffte er mit einem modifizierten Fahrzeug immerhin Platz 10, die anderen beiden Opel fielen aus. Mercedes belegte die ersten drei Plätze.
Es folgte der Erste Weltkrieg, Deutsche und Franzosen duellierten sich nun im Schützengraben. Von „Grand Prix“ konnte natürlich vorerst keine Rede mehr sein.
Das ist sehr lange her – und unglaublicherweise haben mehrere der eingesetzten Opel bis heute überlebt. Die bildschönen weißen Renner mit ihrer schlanken Torpedokarosserie und sind wahrlich eine Augenweide und mit etwas Glück auch mal auf einem Oldtimer-Rennen anzutreffen.
Bild: Muscle Car mit Speichenrädern – Opels bildschöner Rennwagentraum in Weiß

~ von opabo - 18. März 2017.

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