Opel-Klassiker: 1,8 Liter (1931-33)

Ende der Zwanziger Jahre hatte sich Opel auch in der Mittelklasse als Platzhirsch etabliert, nicht zuletzt durch die Erfolgsmodelle „7/34 PS“ bzw. „8/40 PS“. Kennzeichnend für diese beiden Modelle war vor allem ein bei vergleichsweise kleinem Hubraum eingebauter Sechszylindermotor.
Es folgten GM-Übernahme, Börsencrash, Wirtschaftskrise. Eine schwierige Zeit, in der sowohl Produktionszahlen, Umsatz und auch die Mitarbeiterzahl Einbußen erlitten.
Anfang der Dreißiger Jahre erschienen dann zwei neue Modelle, die bei Opel für einen nachhaltigen Reboot sorgten. Beide wurden Ende 1930 in Frankfurt am Main offiziell präsentiert. Das eine Modell war der „1,2 Liter“, das andere der neue „1,8 Liter“ – mehr oder weniger Nachfolger der früheren Sechzylinder-Modelle.
Der „1,8 Liter“ sorgte in der Folge für wahre Begeisterungsstürme in der Presse. Manche sorgten sich sogar ernsthaft um die künftige Konkurrenzfähigkeit der restlichen deutschen Hersteller.
Tatsächlich verkaufte sich der „1,8 Liter“ trotz Wirtschaftskrise halbwegs ordentlich – in den drei Produktionsjahren liefen gut 32.000 Einheiten vom Band, davon mehr als 10% in der luxuriöseren „Regent“-Version (nicht zu verwechseln mit dem leider eingestampften „Regent“-Achtzylinder!).
Der Erfolg des „1,8 Liter“ basierte dabei nicht mal auf allermodernster Technologie. Vielmehr bewirkten das gefällige Äußere, der extra in den USA entwickelte laufruhige Motor, eine sehr gute Abstimmung sowie zupackende Servo-Bremsen den Verkaufserfolg. Das relativ niedrige Gewicht des „1,8 Liter“ sorgte im Zusammenspiel mit dem Sechszylinder zudem für eine flotte Fahrdynamik.

Klappsitz im Heck : Opel-Klassiker 1,8 Liter als 2+2-Version

Klappsitz im Heck: Opel-Klassiker 1,8 Liter als 2+2-Version

Eine weitere Ursache seiner Popularität waren die vielen verschiedenen Modellvarianten. Erhältlich war „1,8 Liter“ natürlich sowieso als zwei- bzw. viersitzige Limousinenversion. Hinzu kamen ein zwei- bzw. viersitziges Cabriolet, ein offener Sport-Zweisitzer und ein Touringmodell mit Faltdach.
Dann gab es eben noch die besser ausgestatteten „Regent“ -Versionen sowie jeweils eine „Sonnen“ -Variante der Limousinen. Damit brachte Opel übrigens das Schiebedach nach Deutschland.
Die Preisspanne der „1,8 Liter“ bewegte sich von klar unter dreitausend bis viertausend Reichsmark – immer noch halbwegs erschwinglich. Inzwischen dürften sehr gut erhaltene Fahrzeuge das 5-6fache in Euro kosten.

~ von opabo - 4. Februar 2017.

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