Opel-Klassiker: Schlepper Typ 4 PS (1926-29)

Aufgrund der guten Entwicklung von Produktion und Verkaufszahlen wuchs das Opel-Werk in Rüsselsheim ab Mitte der Zwanziger Jahre quasi ständig. Für den internen Materialverkehr benötigte man deshalb eine motorisierte Transportmöglichkeit. Opel tat deshalb konsequent das Naheliegende und benutzte das Erfolgsmodell 4/16 PS „Laubfrosch“ als Basis für eine eigene Zugmaschine.
Praktisch ohne Aufbauten, mit stark verkürztem Radstand sowie auf 500mm verringertem Raddurchmesser entstand so ab 1926 der Opel „Schlepper Typ 4 PS“ . Das eher hässliche Vehikel bot immerhin eine Zugkraft von bis zu vier Tonnen, zur Sicherheit war es mit Vierradbremsen ausgestattet. Seine Höchstgeschwindigkeit war auf 20 km/h begrenzt.
Offenbar sprach sich die praktische Verwendbarkeit des Schleppers bald herum, jedenfalls reagierte Opel auf die externe Nachfrage mit einem eigenen Verkaufsprospekt, für 2600 Mark war der Schlepper ab 1928 erhältlich. Verwendung fanden die wendigen und robusten kleinen Zugwunder in Industrie und Landwirtschaft, hier allerdings nur für den Einsatz auf Hof und Feldwegen – die Vollgummireifen taugten nicht für den Acker.
1929 wurde der Bau des Opel-Schleppers eingestellt, werksintern wurde aber noch ab und zu einer als Ersatz für ausgefallene Fahrzeuge montiert. Die gesamte produzierte / verkaufte Stückzahl ist nicht bekannt, überlebt hat vermutlich fast keiner.

~ von opabo - 24. Dezember 2016.

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