Opel-Klassiker: 8/9 PS „System Darracq“

Auch wenn die Stückzahlen immer noch sehr niedrig waren, expandierte Opels Motorwagenproduktion zu Beginn des 20. Jahrhunderts rasant. Die Modellpalette wurde konstant erweitert, fast jährlich verdoppelte sich die Zahl der produzierten Automobile. Das lag unter anderem am eingekauften Know-How, denn ab 1902 produzierte man in Lizenz Modelle des namhaften französischen Automobilbauers Darracq.
Die Lernkurve der Rüsselsheimer Ingenieure verlief ausgesprochen steil. Nur wenig später begann Opel damit, parallel zu den Darracq-Modellen Eigenkonstruktionen zu entwickeln, vor allem im Bereich hubraumstarker Mehrzylindermotoren. Bereits 1907 war es schon wieder vorbei mit der Darracq-Partnerschaft – vermutlich sehr zum Ärger der Franzosen, die damit den deutschen Markt faktisch an Opel verloren. Eingestellt wurde damit auch das mit am längsten produzierte Darracq-Modell, der „8/9 PS System Darracq“.
Der „8/9 PS“ wurde seit 1903 hergestellt und war mit verschiedenen Karosserie-Aufbauformen erhältlich, hauptsächlich in der damals üblichen „Tonneau“-Variante. Preislich lagen die Modelle bei gut fünftausend Mark. Nach dem Ende der Darracq-Kooperation gab es noch einen quasi baugleichen Nachfolger, den Opel „5/9 PS“. Dieser verschwand Ende 1907 aus dem Opel-Programm und mit ihm auch das letzte Einzylindermodell.

~ von opabo - 20. August 2016.

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