Opel-Klassiker: 40/100 PS

Als Opel im Jahre 1912 sein fünfzigjähriges Firmenjubiläum feierte, war eigentlich klar, dass dieser Moment auch mit einem besonderen Modell gewürdigt werden musste. Ergo brachte das Rüsselsheimer Traditionsunternehmen einen Wagen auf den Markt, welcher alle bislang erschienenen Opel in den Schatten stellte: den „40/100 PS“.
Bestückt war der „40/100 PS“ mit einem 10,2-Liter-Vierzylindermonstrum, dessen einhundert Pferde das Trumm auf bis zu 125km/h beschleunigten – und das bei gerade mal 1300 Umdrehungen! Diese Höchstgeschwindigkeit erreichte damals kaum ein anderes Automobil, der „40/100 PS“ war also sozusagen die Spitze der Nahrungskette.
Kein Wunder, dass ein solches Fahrzeug auch seinen Preis hatte. Das Untergestell ohne Aufbauten kostete bereits 16.000 Mark, inklusive Aufbauten reichten die Preise bis zu knapp 21.000 Mark. Zur Auswahl standen ein Torpedo-Doppel-Phaeton, ein Landaulet sowie eine Limousine. Abnehmbares Oberteil sowie Torpedo-Vorbau kosteten bei letzteren extra. Für zusätzliche Innenausstattungen gab es nochmal eine gesonderte Preisliste.
Die gebaute Stückzahl ist unklar, sie dürfte eher klein gewesen sein. Zahlungskräftige Kunden wie der Opel-Fan Großherzog Ernst Ludwig von Hessen waren rar. Die Produktion lief aber trotzdem beachtliche vier Jahre, erst 1916 wurde sie ersatzlos eingestellt. Inwieweit es noch erhaltene Exemplare gibt, ist nicht bekannt.

~ von opabo - 5. März 2016.

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