Opel-Konzeptfahrzeuge: RAK e (2011)

Der Begriff „Elektromobilität“ stellt seit einigen Jahren eines der politisch am meisten gehypten Themen dar. Die Automobilhersteller sollen entsprechende Modelle anbieten, obwohl in keinster Weise flächendeckend Ladestationen vorhanden sind und sich daran so schnell auch nichts ändern dürfte. Wie auch immer, die Automobilindustrie ‚muss‘ also liefern oder zumindest so tun.
Opel etwa präsentierte bereits auf dem Genfer Auto Salon 2009 sein Hybridfahrzeug „Ampera“. Dabei handelte es sich nicht um eine reine Studie, sondern der „Ampera“ wird seit 2011 tatsächlich gebaut und verkauft. Letzteres allerdings nicht besonders erfolgreich, was er vermutlich mit den allermeisten E- und Hybridfahrzeugen gemeinsam hat. Die Probleme sind immer dieselben: zu geringe Reichweite, zu wenig Ladestationen, zu lange Ladezeiten, teilweise auch zu hohe Preise. Kurzum: Praxisferne.
Wirklich Sinn macht ein Elektrofahrzeug wohl überhaupt nur für Klein(st)wagen im (städtischen) Kurzstreckeneinsatz. Hierzu stellten die Rüsselsheimer ebenfalls im Jahre 2011 eine weitere E-Fahrzeugvariante vor, diesmal als (fahrfähige) Studie: den „RAK e„. Der auf der Frankfurter IAA präsentierte Zweisitzer präsentierte sich als dynamisch gestyltes Auto-Motorrad-Crossovergefährt. Fahrer und Beifahrer sitzen dabei hintereinander unter einer Kuppel, großartigen Stauraum gibt es nicht.
Die Reichweite des „RAK e“ betrug laut Opel maximal einhundert Kilometer bei einem Stromverbrauch von 5 kWh. Angedacht war zudem eine für Fahranfänger gedrosselte Variante. Preislich hätte ein „RAK e“ wohl bei zwölftausend Euro gelegen. Das ist nicht unbedingt günstig, denn der leistungs- und platzmäßig vergleichbare Renault „Twizy“ ist selbst in seiner teuersten Variante (inklusive Heizdecke) deutlich billiger. Trotzdem verkaufte er sich 2014 nur gut fünfhundertmal in Deutschland. Na ja.
Fazit: die „RAK e“-Studie war aller Ehren wert, aber Opel tat sich sicher einen Gefallen damit, das Modell bis auf weiteres nicht in Serie zu geben. Für Fahranfänger bleibt immerhin der Trost, dass es ja noch das bewährte „Elterntaxi“ gibt.
Allen anderen potenziellen „RAK e“-Interessenten sei hiermit der Ratschlag gegeben, als preisgünstiges Kleinfahrzeug für den Stadtverkehr lieber den brandneuen Opel „Karl“ in Erwägung zu ziehen. Er kostet nur 9.500€, verbraucht nicht besonders viel Sprit und bietet mehr Platz. Außerdem bleiben so immer noch 2.500€ für eine gebrauchte Kawa übrig 😉
Link: Entwurfsskizzen des RAK e auf der Opel-Homepage

~ von opabo - 13. Juni 2015.

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