Opel-Historie: Einführung der werkseigenen Service-Schule (1931)

Bereits Mitte der 20er Jahre war Opel als Pionier im Kundendienstbereich aufgetreten. So kamen zum Beispiel auf Wunsch hauseigene Werksmechaniker zum Neukunden, um die korrekte Bedienung des Fahrzeugs vorzuführen oder gar eventuelle Anfangsschwierigkeiten abzustellen. Auch die einzelnen Opel-Händler bekamen zunehmend eigene Kundendienstabteilungen.
Im Frühjahr 1931 professionalisierte Opel seinen Servicebereich erneut. Ab diesem Zeitpunkt boten die Rüsselsheimer zweiwöchige Kurse für „Leiter und Gehilfen“ der entsprechenden Kundendienstabteilungen an. Die jeweils ein gutes Dutzend umfassenden Kursteilnehmer lernten dafür unter anderem eine eigene Musterwerkstatt kennen, auch ein Muster-Teilelager war dabei.
Die Handgriffe sollten den Teilnehmern dabei quasi in Fleisch und Blut übergehen, um den benötigten Service möglichst schnell und korrekt abwickeln zu können. Nach erfolgreich absolviertem Lehrgang gab es natürlich ein hauseigenes Diplom.
Vier Jahre später setzte Opel im Service noch einen drauf. Die sogenannte „Fliegende Kundendienstschule“ bestand neben entsprechenden Ausbildern aus Fahrzeugen mit kompletter Werkzeug- und Maschinenausstattung. So konnte man direkt bei den einzelnen Händlern vor Ort Lehrgänge abhalten, zur Not über auch mehrere Wochen.
Opels Service Schule existierte trotz verordnetem Pkw-Produktionsverbot noch bis in die ersten Kriegsjahre hinein. In den Nachkriegsjahren wurden die beliebten Kurse noch vor der Pkw-Produktion wieder aufgenommen. Auch die „Fliegende Kundendienstschule“ fand mit der „Rollenden Kundendienstschule“ ab den 70er Jahren eine erfolgreiche Fortsetzung.

~ von opabo - 14. März 2015.

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