Opel-Historie: Opel Synchron-Federung (1934-40)

Technische Neuerungen sind bisweilen bahnbrechend, manchmal aber auch nur zeitlich befristet. Dies musste auch Opel in den 30er Jahren feststellen. Die 1935 von Opel eingeführte selbsttragende Ganzstahlkarosserie etwa revolutionierte den Automobilbau und wird bis heute verwendet – ein klarer Erfolg.
Als nicht ganz so erfolgreich erwies sich hingegen die ein Jahr zuvor bei Opel eingeführte „Synchron-Federung„. Diese Art der Vorderradfederung war auch als „Dubonnet-Federknie“ geläufig, benannt nach seinem Erfinder André Dubonnet. Der Franzose hatte sein Patent bald an Opels Mutterkonzern General Motors verkauft, welcher sie wiederum Opel überließ.
Die „Synchron-Federung“ war im Prinzip ein knieförmiger Hebel zwischen Vorderrad und Federeinheit, die zudem mit der weiterhin konventionell blattgefederten starren Hinterachse synchronisiert war.
Das war technisch relativ aufwändig, sorgte aber in der Tat für ein deutlich ‚weicheres‚ Fahrgefühl. Nachteile waren eine vermehrte Tendenz zum Flattern, vor allem aber eine teilweise deutliche Seitenneigung in Kurvenfahrten. Vor allem schmalspurige Fahrzeuge hatten bei stark kurvigem Straßenverlauf teilweise kaum noch Kontakt zwischen Lenkung und Fahrbahn.
Die „Opel Synchron-Federung“ wurde zwischen 1934-40 in den meisten Opel-Modellen eingebaut. Nach der kriegsbedingten Zwangspause für die zivile Pkw-Produktion kam sie schon bei den ersten Nachkriegs-„Olympia“ nicht mehr zum Einsatz.

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~ von opabo - 25. Oktober 2014.

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