Sonstiges über Opel: Chio Chips

Es kommt bisweilen vor, dass den Nachkommen erfolgreicher Unternehmer ein ordentlicher Batzen Geld vererbt wird. Nicht immer geht das gut aus, denn ein ‚Unternehmer-Gen‘ vererbt sich nicht so leicht wie Geld oder Grundbesitz.
Als Irmgard von Opel, die Enkelin des Firmengründers Adam Opel, noch als Kind ihre Eltern verlor, erbte sie deren umfangreiches Vermögen. Doch trotz des schweren Schicksalsschlages meisterte sie ihr Leben in guter Opel-Familientradition. Sie wurde eine erfolgreiche Sportlerin, später auch ebensolche Unternehmerin.
Das vom Vater Heinrich vererbte Hofgut Westerhaus bewirtschaftete sie ebenso souverän wie auch das später hinzugekommene Hofgut Petersau.
Einen sowohl für die Opel-Familie wie auch die Opel-Historie völlig neuen Aktivitätszweig fand sie wohl während einer USA-Reise. Dort soll sie die Idee bekommen haben, in Deutschland eigene Kartoffelchips herzustellen. Die beiden Hofgüter lieferten zumindest für den Beginn genug Kartoffeln, so dass ab 1962 die Produktion starten konnte.
Als Firmen- und Markenname wählte man „Chio Chips“ . Er wurde aus den ersten Buchstaben der Namen Carlo – Heinz – Irmgard – Opel gebildet und war damit sozusagen ein Familien-Akronym. Carlo und Heinz waren die beiden Söhne Irmgards, ersterer übernahm fortan auch die Geschäftsführung.
Dies recht erfolgreich, „Chio Chips“ entwickelte sich bald zu einem der führenden deutschen Snackproduzenten. Ende der 70er Jahre wurde die Firma verkauft, der Markenname existiert aber bis heute weiter.

~ von opabo - 18. Oktober 2014.

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