Opel-Klassiker: 1,2 Liter (1931-35)

In den 20er Jahren hatte Opel mit seinem Klassiker „Laubfrosch“ endgültig den Durchbruch zum Massenhersteller geschafft. Dann kamen Weltwirtschafskrise und in deren Gefolge die Übernahme Opels durch GM.
Der neue US-amerikanische Besitzer straffte die Modellpolitik rigoros und stoppte unter anderem zeitweilig den Bau von Ober- und Luxusklassefahrzeugen. Opel sollte stattdessen seinen guten Ruf als Hersteller zuverlässiger und erschwinglicher Kleinwagen für Jedermann weiter ausbauen.
Gesagt, getan. 1931 erschien der ausgesprochen formschöne „1,2 Liter“ und wurde sofort zu einem Erfolg. Der Grundpreis der zweitürigen Limousine lag bei unter zweitausend Mark und war damit erschwinglich, etwas teurer angeboten wurden spätere Versionen wie etwa die mondäne „Spezial-Limousine“ . Eine Reichsmark entspricht dabei ungefähr zehn heutigen Euro.
Der neben dem günstigen Preis-Leistungsverhältnis weitere Grund für den Erfolg des „1,2 Liter“ war dessen komplett neu konstruiertes Triebwerk. Der sehr laufruhige Vierzylindermotor war in Detroit entwickelt worden – was zur damaligen Zeit noch ein Qualitätssiegel bedeutete.

Bild Opel-Klassiker 1,2 Liter

Opel-Klassiker 1,2 Liter (im Verkehrsmuseum München)

Nichtsdestotrotz wurde der „1,2 Liter“ seitens Opel als „deutsches Volksautomobil“ angepriesen. Dies völlig zu Recht: in seinen vier Produktionsjahren rollten über hunderttausend Exemplare vom Band. Die Nachfolger „P4“ und „Kadett“ waren ähnlich populär und sogar noch etwas günstiger in der Anschaffung.
Restaurationsbedürftige Exemplare des „1,2 Liter“ sind mit etwas Glück noch für unter zehntausend Euro zu haben.
Das abgebildete Fahrzeug steht – übrigens wie viele andere Opel-Klassiker – im sehenswerten Verkehrszentrum München, einer Außenstelle des Deutschen Museums.

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~ von opabo - 19. April 2014.

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