Opel im Rallyesport: Gelb-schwarzer Staubwirbel

In den ersten Jahrzehnten nach Beginn seiner Automobilproduktion hatte Opel etliche Straßenrennen bestritten und gewonnen. Der zweite Weltkrieg setzte derartigen Aktivitäten allerdings ein Ende, auch in der ersten Nachkriegszeit gab es keine Chance auf ein Motorsport-Programm.
Dies änderte sich mit dem Erscheinen des „Kadett A“ im Jahre 1962. Zwar wurde der nur knapp 700 Kilo leichte Wagen zunächst wenig erfolgreich in Rundstreckenrennen eingesetzt, konnte sich dann aber bald auf ersten Rallyes profilieren.
Der populäre Nachfolger „Kadett B“ erschien unter anderem in einer Rallyeversion mit mattschwarz lackierter Motorhaube – damit sollten etwaige Lichtreflexe unterbunden werden. Opeluntypisch wurde er zudem ausschließlich als Coupé angeboten. Mit ihm wurden Ende der 60er Jahre aberhundert Siege in den entsprechenden Klassen erzielt. Dank seines niedrigen Gewichtes machte er auch hubraumstärkeren Konkurrenten häufig das Rallyeleben schwer.
Richtig erfolgreich wurde Opel aber erst ab 1973. In diesem Jahr entstand die Rallyelegende Walter Röhrl: Röhrl startete auf einem vom Opel-Haustuner Irmscher gestellten „Ascona“ in der Rallye-Europameisterschaft und gewann vier Rennen. Im Jahr darauf feierte er zusammen mit seinem Beifahrer Jochen Berger den Titel – inzwischen als offizieller Opel-Werksfahrer.

Bild: Opel-Klassiker Ascona A Rallye

Opel-Klassiker Ascona A Rallye

In den Folgejahren traten die beiden Piloten auch in WM-Läufen an, inzwischen mit einem „Kadett GT/E“ versehen. Doch häufige technische Defekte verhinderten den Siegeszug des Teams, Röhrl wechselte fortan zu Fiat und holte dort den WM-Titel.
Nach einigem Hin und Her kehrte Röhrl zusammen mit seinem neuen Beifahrer Christian Geistdörfer zu Opel zurück und gewann dort 1982 wieder die Weltmeisterschaft. In den Jahren zuvor hatte Opel mit wenig Erfolg den „Manta B“ eingesetzt, welcher gegen die Platzhirsche von Audi und Lancia wenig reüssieren konnte. So errang Röhrl seinen Titel denn auch auf einem heckangetriebenen „Ascona 400“. Es war der allerletzte WM-Titel eines nicht-allradgetriebenen Autos.
In den Folgejahren liefen die werksseitigen Rallyeaktivitäten allmählich aus, es gab keine allradgetriebenen Fahrzeuge im Programm und man wollte sich wieder auf den Rundstreckensport fokussieren.
Erst im Jahre 2013 kehrte Opel offiziell zum Rallyesport zurück. Der neu ins Leben gerufene „Opel Rallye Cup“ soll als hauseigener Markenpokal Nachwuchsfahrern die Möglichkeit bieten, ihre Talente zur Schau zu stellen und weiterzuentwickeln. Gefahren wird dabei auf einer entsprechend getunten Version des neuen Opel „Adam“, in Zukunft ist auch ein „Corsa“-Einsatz angedacht. Man darf gespannt sein.

Link: Offizielle ‚Rallye-Cup‘-Webseite

~ von opabo - 23. März 2013.

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